Microbloggend durch die Nacht. Was ich schon lange zu diesem Internet sagen wollte.

Letzte Nacht hatte ich auf identi.ca eine kleine Quasselattacke. Heute habe ich auf Vorschlag hin beschlossen, das hier mal unredigiert reinzukopieren, dann ist es immerhin nicht gleich wieder „weg“.

"Da ich das nüchtern quasi fast beinahe nicht mehr mache, würde ich jetzt gerne eine Lanze für die freie Software brechen."

„Da ich das nüchtern quasi fast beinahe nicht mehr mache, würde ich jetzt gerne eine Lanze für die freie Software brechen.“

„Mich nerven nämlich tumblr, spotify, google, twitter, prezi, instagram, skype, facebook, und und und“

„Und dass so viele von Euch sie dauernd nutzen, die sich gleichzeitig für ein freies Internet einsetzen (oder es sagen), nervt noch viel mehr“

„Gegen drosselkom sein, um ungestört youtube gucken zu können… häää?“

„Am schlimmsten: ich seh kaum Veränderungsperspektive, weil diese ganzen proprietären Scheißtools irgendwelche Konmunikationsbedürfnisse zu“

„befriedigen scheinen.“

„Die Lage ist also meh.“

„Wie kommt das, dass einerseits alle rufen „ja, Blogs ftw, content auf der eigenen Plattform“ und andererseits alle zu tumblr rennen?“

„Oder dass nur ein minimaler Anteil von Euch diese Nachrichten hier auf identica empfängt?“

„Oder dass ich die einzige bin, die drmfreie mucke kauft, um sie noch anderen zu geben und als Antwort kommt“

„nee, sorry, ich kann dir was empfehlen, aber ich streame ja und kanns dir nicht geben.“

„Also lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, das freie Internet[TM], von dem Ihr ganz viel redet, und die Tools, die Ihr benutzt, um darüber“

„zu reden, gehen nicht zusammen.“

„Und ich gebe zu -als langjährige erprobte und selbst oft genervte Nutzerin freier Software – gebe ich zu, es ist alles nicht so komfortabel“

„und ausgereift wie die proprietäre Konkurrenz, aber:“

„Keine freie Software ist auch nicht der Weg zum freien Internet[TM]! o/“

„Ich meine, wo kommen wir denn da hin, wenn *ich* schon überlege, aus Genervtheit über abstürzende Passwortsafes auf Müllbetriebssysteme“

„umzusteigen?“

„Aus Bequemlichkeit!?“

„Bevor ich diesen halben Liter Wasser da trinke, würde ich gerne zu Protokoll geben, dass ich nicht den bequemsten Weg nehmen will und werde“

„Sondern den, den ich politisch richtig finde.“

„Und dafür nehme ich in Kauf, dass mein GPS in Innenräumen nicht funktioniert, weil mein Telefon nicht gleich noch Hinz und Kunz für bessere“

„Ortung mit abscannt.“

„So. Jetzt das Glas Wasser.“

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Wow, Danke!
    Dank Deines Textes hier bin ich nun ueberzeugt diesen ganzen propritaeren Kram wieder einzuschraenken. Es hat sowieso nicht so funktioniert, wie ich mir dachte. Denn nie waren alle mit denen ich kommunizieren wollte, auf einer Plattform. Und wenn man dann ein paar Photos auf Facebook zeigen wollte, dann waren schon mal immer einige aus diesem geschlossenen System ausgeschlossen.