Sauna im Städtischen Hallenbad Innsbruck

Es war Zufall, dass wir ausgerechnet dort gelandet sind. Letzten Freitag endete die Wandertour (Bericht folgt!) mit einem Abstieg bei Gewitter, zwei ganz nasse und schlecht gelaunte Personen… Nun ja, in Innsbruck hat uns eine Dame in der Touri-Auskunft gesagt, dass die nächste Sauna im Hallenbad in der Amraser Straße sei – und nichts wie hin.

Was sehr fein war: Der Typ an der Kasse hatte nicht nur die gute Nahcricht für uns, dass eh alle Gäste Leinentücher zum Vollschwitzen geliehen bekämen, sondern er kramte auch ganz unkompliziert noch irgendein vielleicht vergessenes blaues Handtuch hervor, das wir benutzen konnten. Also nichts wie rein – für 'nen Zehner kann man so lange bleiben, wie man will. Der Saunabereich ist separat, nicht wirklich im Hallenbad.

Es gibt zwei Saunen (einmal 80-85 Grad und einmal gut 90 Grad) und ein Dampfbad. Dazu Fußbäder und einen Außenbereich, der zwar an einen vergitterten Balkon erinnert, aber dafür gleich über dem Fluss Sill ist, der da braun in Richtung Inn fließt.

Ich habe zwei Arten von Aufgüssen erlebt, beide Begegnungen der anderen Art… In der etwas kälteren Sauna waren ca. 10-12 alte Männer, die sich die ganze Zeit sexistische Witze erzählten – nee, Moment, es waren auch irgendwelche Autowitze dabei. Nun ja, nach ungefähr fünf Minuten bin ich raus (und nicht wegen des Aufgusses, der war nämlich nicht mal gut). So hab ich es dann verpasst, mich mit Honig einzureiben. Netterweise verschwand auf einmal die ganze Riege aus der Sauna. Es war ein Feiertag, vielleicht lag's daran, dass es plötzlich total leer wurde.

Der andere Aufguss war automatisch! Sehr lustig. Da sprinkelt es plötzlich wie von selbst los. Unter der Decke hängt ein Ventilator, der das „Wedeln“ übernimmt. Ich hab mich fast erschrocken, weil ich nicht so richtig drauf gefasst war…

Die Rumliegemöglichkeiten sind vielfältig: Es gibt einen Bereich in der „Halle“, von der die Saunen und Duschen abgehen. Eher unruhig. Es gibt die Holzempore, die oben drüber einen abgeschiedeneren Bereich schafft. Dort ist es nicht weniger laut, aber bullig warm, immerhin kein Frieren zwischendurch. Und schließlich kann mensch auch einen ganz separaten Ruheraum aufsuchen. Da geht zwar mal jemand durch, aber kein Vergleich.

Soweit – also, wer mal durchgefroren in Innsbruck ankommt, kann sich dort nur ein paar Minuten vom Bahnhof entfernt durchwärmen lassen! Der Preis war in diesem Fall das Publikum…

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