Mauritius-Therme Köln

Die jüngst getestete Sauna übersteigt, was kleine Berliner Innenstadt-Säunchen so auf Lager haben: Die Mauritius-Therme in Köln ist im Untergeschoss eines Hotel bei der gleichnamigen Kirche. Eine Besonderheit gleich vorab: Es gibt einen Fahrstuhl von der Umkleidekabine direkt zur Dachterrasse! Von oben gibt's den großen Köln-Überblick inkl. Dom (bin als Touri hin- und hergerissen zwischen Domfixierung und Domflucht). Dann auf jeden Fall durchgefroren wieder hinunter in eine der x Saunen.

Die Liste der Attraktionen:

  • genug Liegen in allen Lagen, von Beobachtungsposition am Durchgang, bis hin zum „absoluten Ruheraum“ und in verschiedenen Formen (denn die eine Sorte wird nach stundenlangem Fleezen auch unbequem)
  • großzügig angelegt, keine Staus
  • verschiedene Dampfbäder und Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen (Bio-60-Grad, „Lichttherapie“, musikalische Beschallung in der „Meditationssauna und noch andere)
  • Frauentage werden in Hotelthermen offenbar nicht anberaumt, es gab stattdessen eine Frauensauna – immerhin…
  • überdachter Außenbereich unten (und halt die Dachterrasse)
  • genug Duschen überall, leider ist mir kein Schwalleimer untergekommen
  • Fußbecken und ein heiß-kalt-Tretbecken mit Kieseln auf dem Grund im Freien
  • ein Solebad
  • ein Schwimmbecken für ein paar kleine Runden
  • ein (ungetestetes) Restaurant für die, die nicht selbst ihre Leckereien im Gepäck haben

Die Sauna 7 ist der Mittelpunkt der Therme, weil dort zu jeder vollen Stunde ein anderer Aufguss bereitet wird. Das Programm ist einer Tafel zu entnehmen. Wir haben z.B. einen „antiken“ Aufguss mitbekommen, das bedeutete: eine Aufgussmischung aus Schweizer Kräutern und Zitrone. Ein junger Mensch, der sich sogar namentlich vorstellte, bat um Stille, goß drei Aufgüsse und wedelte uns gekonnt zu. Wer einen vierten Schwall mochte, konnte noch bleiben, dann schüttete er gleich den ganzen Rest auf den Ofen. Durch das viele Kommen und Gehen und Lüften der Sauna 7 war es jedoch nicht so heiß wie möglich – krasser ist z.B. die Meditationssauna.

Um noch über die bloße Beschreibung hinaus zu gehen, kommt hier noch ein kleines Rezept zum Selbermachen: Nach dem antiken Aufguss erwartete uns draußen nämlich schon ein ganz feines Salz-Öl-Peeling! Mischt hagelförmiges Meersalz, etwas neutrales Öl und Rosenöl so, dass das Salz nicht schwimmt (!), sondern das Öl eher aufsaugt. Wir dachten, auch Birkenöl würde sicher gut kommen, bei den Düften sind der Kreativität ja keine Grenzen gesetzt. Danach vor lauter Durchblutung erstmal einschlafen!

Fazit: Selten so entspannt!

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