Angry Birds

Heute muss ich mal eins der richtigen großen Themen ansprechen: Die Riesenvögel in Angry Birds. Was machen die da?

Kurz zum Hintergrund: Ich weile zum Schreiben in Kroatien, südlich von Split, das Internet (irgendein offenes Wlan aus der Nachbarschaft) geht nur zeitweise, nach der Arbeit noch mehr zu lesen, dazu habe ich wenig Lust, also spiele ich Angry Birds auf dem Handy. Das sollte die geneigten Leser_innen überraschen, denn das ist sonst nicht so mein Zeitvertreib, schon weil ich mich auf die Botschaften hinter Spielen (Krieg, Kapitalismus oder beides) oft nicht einlassen mag.

Das Spiel ist eine Art Egoshooter „für Arme“: Da sind so verschiedene Vogelarten, die freiwillig selbstmordattentätermäßig in eine Zwille hüpfen. Ich katapultiere sie dann durch die Gegend, und zwar mit dem Ziel, so grüne Schweine abzuknallen, die sich zwischen Holz, Steinen, Sprengstoffkisten oder anderem Zeugs verbarrikadiert haben. Die Vogelarten haben verschiedene Fähigkeiten: Beschleunigung, Boomerang, Splitterbomben etc. (Da meldet sich auch der Kopf zwischendurch: „Hallo, hier, wo Du sitzt, war vor 15-20 Jahren Krieg. Was spielst Du denn da?“) Nicht alle Vogelarten stehen von Beginn an zur Verfügung, sondern tauchen nach und nach auf. Die roten Riesenvögel tauchten gestern das erste Mal auf. Und nun zur eigentlichen Frage des gestrigen Tages (was sind dagegen schon wissenschaftliche Problemchen?): Was tun diese Vögel da am Ende des Spiels? Alle anderen Vögel, die ihr Ziel verfehlt haben, zerplatzen, dann grinsen die überlebenden Schweine, Game over. Nicht so diese Dinger: Die Spieler_in kann da glatt noch 30 Sek. lang sitzen und den Riesenvögeln beim Zappeln zugucken. Ohne Möglichkeit, das zu beschleunigen oder irgendwie abzubrechen. Federn fliegen, das Viech kämpft mit irgendeinem Gegenstand, und es dauert… What the fuck…?

Game over…?

GAME OVER…?

AUFHÖREN! Jetzt!

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