Oh dear, ich bin gerade auf dem 24C3 angekommen. Das erste, was ich schon draußen sah, war dass alle 2 Schritte irgendein Schild hängt. “Hier kein Eingang”, “Tür zu”, “Wer jetzt Mitglied im CCC wird, bekommt trotzdem keine Ermäßigung” etc. pp. Hilfe. Ich halte mal fest: Der Kongress ist hochgradig verregelt. Es wird gaaanz genau geguckt, obmensch sich seine Ermäßigung auch nicht erschleicht.
So, ich ich bin drin, da sehe ich schon die nächsten Schilder. “Wir haben keine Aufkleber”, “Hier gibt's Broschüren”, blabla. Ich schlingere in einen Raum, in dem so gut wie kein Licht ist, außer dem von einigen Laptops, Sofas mit Schlafenden, eine Kaffeebar. Ich irre (ohne über den Müll zu stolpern) zu einem freien Sofa und komme erstmal an. Neben mir höre ich Englisch. Mal sehen, was passiert …
P.S. Fotografieren verboten!
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Mit Volldampf in die dunkelste Sofaecke
Samstag, Dezember 29th, 2007Versch(r)obene Wahrnehmung
Freitag, September 15th, 2006Wieder Wizards of OS. Mittags. Ein Sonnenschirm wird vom Wind aus der Verankerung gerissen und schlägt ein paar Meter weiter auf. Köpfe der Leute an den Tischen knapp verfehlt. 2 Schocksekunden, dann äußert der Typ, der mir gegenübersitzt sitzt, seine Erleichterung darüber, dass unsere Laptops nichts abbekommen haben (sic).
In der prallen Sonne bauen ein paar Leute einen Tisch auf und beflaggen piratisch: Nun hat auch Deutschland eine Piratenpartei. Ich gehe näher ran und bekomme gleich ein Beitrittsformular gereicht: “Hier, willst Du nicht Mitglied werden? Wir brauchen dringend noch Frauen.” Eine richtige Bereicherung des Parteienspektrums also… Ich frage nach dem Programm. Sie haben es nicht mit, denn sie haben sich ja gerade erst gegründet. “Steht außerdem alles im Wiki. Wir machen das ganz transparent.” Ich komme mir ein bisschen böse vor: Sicher haben sie irgendwie auch Anliegen, die ich vertrete, aus dem Bereich informationelle Selbstbestimmung etc. Tue ich so engagierten, jungen Leuten unrecht, wenn ich denke, wer hier sein schickes neues MacBook auspackt, den würde ich nicht zu den Unterdrückten unserer Gesellschaft zählen?! Aber gut, so gehen die Wahrnehmungen auseinander…
Ich ziehe mich wieder in den Iglu zurück, wo ich ganz im Sinne der Veranstaltung von meiner großen Freiheit Gebrauch mache und blogge. Hier hängen drei, vier Gestalten dösend in Liegestühlen und hören Elektro. Darüber per Beamer irgendwelche filmähnlichen “Visuals” ausgestrahlt, flackernde Augen, flackernde Ameisen, Kunst, die mir verschlossen bleibt. Wie so einiges hier.
Wizards of OS 4
Donnerstag, September 14th, 2006Ich mach 'ne Pause. Gehe mal in den aufgeblasenen Iglu, den die c-base im Hof des Columbisgeländes stehen hat. Da stehen ein paar Liegestühle, und die Nachricht kursiert: Endlich kann man surfen – das freifunk-Internet verweigerte bis dato den enttäuschten Massen nämlich IP-Adressen, so dass alle den ReferentInnen zuhören mussten, ohne gleichzeitig auf deren Projektseiten zu gucken oder wem zu mailen, dass nach unter drei Stunden hier schon die Clubmate ausverkauft ist. Die meisten haben ihre Rechner mit und tippen in sich gekehrt vor sich hin (wie ich gerade auch aussehen muss). Ich bin vor lauter leuchtendem Herbstobst schon ganz geblendet und erstaunt, dass auch alle gleich das frischeste geerntet haben.
(An dieser Stelle wollte ich kurz abschweifen und auf ein schickes Foto hinweisen, das mit unterkam. Nett vom Fotograf, es freizugeben, aber noch viel toller vom Menschen, der die Schablone gemacht hat! http://www.flickr.com/photos/whatwhat/91374586/) So, Pause endet… http://wizards-of-os.org/index.php – mal weiter schauen.


