Archive for the ‘Berlin’ Category

#nfbb: Wohin soll’s gehen?

Donnerstag, November 24th, 2011

Guten Morgen!

Da heute abend das schon ca. fünfte netzfeministische Biertrinken Berlin stattfindet, wollte ich mal zwei, drei Gedanken aufschreiben. Erstmal kurz zu den Treffen:

Sie werden auf http://netzfeminismus.org/ angekündigt, das heutige ist ab 20:00 Uhr im Frannz in der Kulturbrauerei. Außerdem gibt’s die Ankündigungen auf Twitter bei @netzfeminismus und alle plappern mit dem Hashtag #nfbb.

Auf jeden Fall war ich schon bei einem der Treffen und zuvor zweimal bei den real life-Treffen der Facebook-Gruppe “Girls on Web Society”. Und immer noch ist mir unklar, warum ich da eigentlich hingehe. Dass mir eine feministische Vernetzung wichtig ist, ist mir klarer (nochmal besonders angesichts der Trollerei darüber, dass es sie gibt), als was ich mir darunter vorstelle oder was ich mir davon erhoffe. Das hab ich gerade auf dem Weg ins Büro für mich zu klären versucht.

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Keine Räumung der Liebig14!

Mittwoch, Januar 19th, 2011

Das Hausprojekt in der Friedrichshainer Liebigstr. 14 ist von der Räumung bedroht. Infos per Klick auf den Banner. Und noch eine Leseempfehlung: Die Häuser denen, die drin wohnen bei annalist.

Ausgekramt… alte Fotos aus’m Kiez

Dienstag, November 23rd, 2010

Per Twitter hatte ich es schon mal ausgeplaudert: Vor ein paar Wochen sah ich den Banksy-Film “Exit through the gift shop” im Kino, und das brachte mich darauf, die alten Fotos von Streetart rauszukramen. Die Stücke, die ich hier ausgewählt habe, waren alle an Friedrichshainer Gebäuden, die inzwischen saniert wurden. (Ihr wisst schon, Gentrifizierung und so – ohne jetzt länger über mögliche Zusammenhänge von Streetart und solchen Stadtentwicklungsprozessen zu sprechen. Internetrecherchen dazu sehen aber vielversprechend aus!)

Wismarplatz: Laterne mit Schatten

Wismarplatz: Laterne mit Schatten

Das ehemalige Schulgebäude zwischen Holtei- und Böcklinstraße ist jetzt… ein schickes Wohnhaus. “Turnhalle” heißt das entsprechende Restaurant auf demselben Gelände. Dort klebten u.a. vor ca. vier bis fünf Jahren diese Gestalten:

Schulgebäude Böcklinstraße: Ausgemergelte Gestalten

Schulgebäude Böcklinstraße: Ausgemergelte Gestalten

Turnhalle Holteistraße: Kind

Turnhalle Holteistraße: Kind

Und schließlich am Bersarinplatz, wo die ehemaligen Plattenbauten jetzt so Gecko-Fassaden haben:

Bersarinplatz: "My friends went to hell..."

Bersarinplatz: "My friends went to hell..."

Und die ganzen traurigen Linda-Bilder, mit denen mal alles voll war, die hatte ich schon wieder vergessen! Aber sind die nicht eh schon prominent als Fotoband erschienen? Und die drei unentwickelten Filme und die Wegwerfkamera in meiner Schublade, die hatte ich auch ganz vergessen. Die mögen da aber schon so viele Jahren rumlümmeln, dass sie nichts mehr herzeigen… Dazu wann anders.

Einladung zu den reflectures: Alles unter Kontrolle?

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Morgen geht es los! reflect! lädt in die Friedelstr. 54 (Berlin-Neukölln), um an fünf Abenden über verschiedene Themen aus dem Bereich Überwachung zu diskutieren. Hier nochmal die ganze Einladung!

Liebe Welt, wir – reflect! – laden Euch herzlich zu unserer herbstlichen Veranstaltungsreihe ein. Wir freuen uns auf gute Diskussionen mit Euch!

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Sauna Schmidtke

Freitag, Oktober 1st, 2010

Für meine länger vernachlässigte Kategorie “Sauna-Testberichte”  habe ich die Sauna Schmidtke [1] in Berlin-Friedrichshain aufgesucht. Die ersten schweinekalten Tage eignen sich hervorragend für einen Besuch dort, denn sooo groß sind die Räumlichkeiten nicht – es war noch schön leer.

Was auffällt: In einem Kiez mit steigender Anzahl von Yuppie-Locations nimmt sich dieser Ort als ein ganz runtergedrosselter aus. Bei meinem ersten Besuch vor vielen Monden sah der Eingangsbereich mit Bar aus wie das Wartezimmer einer Praxis – jetzt ähnelt er einem spießigen Wohnzimmer. Für die Pausen zwischen der Schwitzerei gibt es aber auch einen Liegeraum mit gepolsterten (!) Liegen (fein!), ein Lesezimmer mit Büchern und ein paar Sitzgelegenheiten im Innenhof.

Für die Schwitzerei gibt es die Auswahl zwischen 60 und 90 Grad. Die Aufgüsse werden immer um viertel vor und um viertel nach vorbeigebracht. Während der Inhaber selbst das Beschütten der Steine geradezu zelebriert, kippt die andere, die dort an dem Abend arbeitete, nach der Verkündigung des Aromas den Aufguss eher kurz drauf und fertig. Das Rumwedeln hat mir gefehlt.

Das Publikum war ganz nett. Ich finde ja Sprechen beim Schwitzen mehr als legitim und mag es, wenn Leute sich offenkundig so unterhalten, dass alle Anwesenden sich bei Bedarf einbringen können. (Ich weiß, da scheiden sich die Geister.) In der ersten Stunde habe ich mich gefragt, ob Männertag ist, das regulierte sich später aber. (Und ich hätte Überlegungen dazu in der Hinterhand, wie sich das Fehlen von Frauen im 19:15 Uhr-Aufguss und das gänzliche Fehlen anderer Geschlechter erklären lässt, nur war die Stichprobe derart klein…) Frauentag ist übrigens immer dienstags, wo wir schon beim Thema sind.

Schließlich noch das Abkühlen: Schläuche, zwei Kübel, kalte Dusche, alles da, auch ein kaltes Fußbad, in dem Steine zur Fußmassage liegen.

Also ein recht unaufgeregter Ort, an dem mensch saunen kann. Ich bilde mir (vielleicht fälschlicherweise) ein, dass der Grad an Entfremdung oder Identifikation mit der Arbeit sich in Saunen daran zeigt, wieviel Zeit und “Herz” in die Aufgüsse gesteckt wird. Hier beißen sich nun meine Rolle als Kundin auf dem kapitalistischen Saunamarkt und mein politisches Gewissen, das sagt, es sei Schwachsinn, anderen Leuten mehr Selbstausbeutung nahezulegen. Ich hätte mich ja auch hinstellen und selbst das Handtuch schwingen können.

[1] http://www.sauna-schmidtke.de/

2 oder 3 Dinge zum SFD gestern

Sonntag, September 19th, 2010

“Du bist ja keinen Tag älter geworden. Bist Du schon verheiratet?” *Sucht meine Finger nach Ringen ab…*

Jo, wenn ich auch Zitronen [1] vergeben würde, wäre ich für diese Begrüßung beim gestrigen Software Freedom Day gleich ganz am Anfang eine losgeworden. Ich schätze es ja durchaus, wenn ich zu so einer Veranstaltung komme und mich den Themen der Veranstaltung zuwenden kann, das war gestern nicht ganz so einfach. Als hätte ich ein Banner auf der Stirn kleben, auf dem steht “Frau – bitte sprecht mit mir über Familienstand oder Kindererziehung”. Normalerweise geht es doch echt auch anders, gestern war es aber gleich mehrfach so. Auf die interessantere Seite der Medaille wurde ich auch angesprochen: Ob ich wüsste, warum so wenig Frauen in Linux-Communities sind. Die dazu geäußerte Theorie meines Gesprächspartners: Frauen wollen sich nicht ausgiebig mit Technik beschäftigen, sondern ziehen sich in die “Schmollecke” zurück, wenn nicht gleich alles funktioniert. Jaaaaaa – beisst sich da der Pinguin in den Schwanz???

Da waren natürlich auch andere Leute. So wurde z.B. die gerade laufende Diskussionen über Vernetzungsmöglichkeiten von Communities in Berlin und Brandenburg weitergeführt, über openvpn auf Smartphones recherchiert usw. Dann Gesamteindrücke:

  • Die Vorträge waren sehr für Einsteiger_innen gemacht, gekommen sind aber eher die üblichen Verdächtigen – sicher auch, weil es mit all den Demos gestern wichtige places-to-be gab.
  • Der Jugendclub E-LOK ist schon ein netter Ort, mit dem Garten und dem jugendclubmäßig-erschwinglichen Grillgut. (Und noch netter bei mehr als 10 Grad…) Toll von der dort ansässigen Gruppe “Linux works”, dass sie sich da so engagiert haben!
  • Den Film “Weizenbaum. Rebel at work” kannte ich bisher nur in Ausschnitten. Er liegt auch beim ccc zum Download rum. (Da: http://chaosradio.ccc.de/25c3_m4v_3052.html) Feine Idee, den da zusammen zu gucken.

[Das feministische österreichische Nachrichtenportal diestandard.at verleiht virtuelle Zitronen für sexistische Werbung (http://diestandard.at/r1192182008645/Zitronen).]

Software Freedom Day 2010

Donnerstag, September 16th, 2010
Software Freedom Day 2010

Software Freedom Day 2010

…ist am Samstag! Ihr könnt Euch dort in Vorträgen über verschiedene Linux-Distributionen informieren oder schauen, welche Projekte sich anderweitig dort vorstellen. Auch schön: Abends gibt’s den Film Joseph Weizenbaum – Rebel@Work. Für Berlin (und HH, M) ist hier das geplante Programm zu entnehmen: http://linuxwiki.de/action/show/SoftwareFreedomDay2010

Update: Das soll Euch nicht von den zahlreichen wichtigen Demos am Samstag abhalten! Man bedenke z.B., dass auch Computer mit Atomstrom betrieben werden!